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ein Auge auszuſtechen, weil ihm deſſen Geſetze nicht ſo lieb als die Ehre ſeiner Mitbuͤrger war,— dann einige Stuͤcken von den Statuen der Venus Am⸗ bologera, die Bildſaͤulen des Dodes und des Schlafes und noch anderes zu beſchauen, dieſe Neu⸗ gierde iſt Urſache des enthuſiaſtiſchen Fliehens aus Palli's Hauſe.. Der groͤßte Döeil der Haͤuſer Miſitra's iſt aus Bruchſtuͤcken von antikem Marmor erbaut, aber anderes Merkwuͤrdige hat die Zeit vertilgt bis auf We⸗ niges. Wo die Agora war, iſt jetzt der große Ba⸗ zar, und die ehemalige Straße Hellenion fuͤhrt jetzt auf den kleinen Bazar. Wo die Eiſen⸗, Baum⸗ wollen- und Getreide⸗Haͤndler jetzt wohnen und das liederlichſte Geſindel ſich verſammelt, da wohnten einſt die Alten ohne Thraͤnen dem Leichenbegaͤngniſſe des Leonidas und ſeiner Waffenbruͤder bei.
Serofani ſieht die Reſte der Perſer⸗Hallen,
gebaut von der Beute des Sieges uͤber Darius, zur Schule der Spartaner geweiht, damit ſie Helden wuͤr⸗ den, wie ihre Vaͤter; er ſieht die Reſte von dem Pal⸗ laſte des Menelaus, die Grundſaͤulen des Tempels der Hellena und des Paris, das Uebrige von dem Tempel eines Agamemnon, der Clytemneßra, des Dreſtes, und ſieht ein: daß man zu Sparta nur das bewunderte, was große Geiſtesanſtrengung for⸗ derte. Er beſucht den Caleieeus, wo Pauſa⸗ nias verhungerte, und dann die Felder des Ruhms,


