Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Gleichwohl zog eine Anzahl von Wilden nach den noͤrdlichen Gegenden Griechenlands, und beunruhigte die aufblühenden Geſellſchaften. Sie aber ſtellten der Wildheit Tapferkeit entsegen⸗ und zwangen ſie, ſich entweder Geſetzen zu unterwerfen, oder andere Him⸗ melsſtriche zu ſuchen. Die Regierung des Phoro⸗ neus iſt die aͤlteſte Epoche in der Geſchichte der Griechen, und jene von Kekrops die aͤlteſte in der Geſchichte der Athener.

Die Kolonie des Fekrops kam aus Sais in Aegypten an die Geſtade von Attika. Die Frieden liebenden freien, mehr unkultivirten, als barbariſchen Bewohner verbanden ſich leicht mit Fremdlingen, welche das Ungluͤck gebildet hatte. Aegypter und die Bewohner von Attika machten bald ein Volk aus; erſtere gewannen bald uͤber letztere durch ihre Einſicht das Uebergewicht. Kekrops zeigte den al⸗ ten Einwohnern eine mildere Nahrung, und lehrte ſie, ſich dieſelbe fuͤr immer zu verſchaffen. Die Ehe wurde gewiſſen Geſetzen unterworfen, die Gegenſtaͤnde der öffentlichen Verehrung vermehrt. Alle Anordnun⸗ gen des Kekrops athmeten Klugheit und Men⸗ ſchenliebe⸗

Durch die Einfalle von Räubern beunruhigt,

beredete Kekrops ſeine Unterthanen, ihre Woh⸗ nungen einander näher zu bringen, und ſie durch eine Umzaͤumung gegen die Feinde zu ſichern. So