Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Frankreichs und des Auslandes daſſelbe ungeachtet der groͤßten Staatsunruhen a7s8 94 mit der groͤßten Hochachtung aufnahmen, und die gluͤckliche Darſtel⸗ lungsgabe des Verfaſſers nicht genug bewundern konn⸗ ten, der die ungleichartigſten Theile des griechiſchen Alterthums aus verſchiedenen Zeiten in ein ſo ſchoͤ⸗ nes Ganze verwebt, und mit eben ſo viel Gelehrſam⸗ keit, als Geſchmack verarbeitet hatte. Barthelemy, welcher noch in ſeinem Alter ein vollſtaͤndiges Ver⸗ zeichniß des koͤniglichen Medaillenkabinets ausarbeiten wollte, aber durch die ſchon urss ſich erhebenden Re⸗ volutionsſtuͤrme daran verhindert wurde, blieb bei ſei⸗ nen eigenen Arbeiten ſtehen, und erwartete ruhig den Ausgang der oͤffentlichen Angelegenheiten, an denen er nicht den geringſten Antheil nahm. 1789 erhielt er eine Stelle in der franzoͤſiſchen Akademie. Zwar raubte ihm die Revolution den groͤßten Theil ſeines bedeutenden Einkommens von a6 000 Franks; allein er ertrug dieſen Verluſt mit Gelaſſenheit. Am 30. Auguſt 4793 ward er von einem Beamten bei der National⸗Bibliothek des Ariſtokratismus beſchuldigt, und am 2. September verhaftet, jedoch nach ſechzehn Stunden nicht allein wieder in Freiheit geſetzt, ſon⸗ dern auch durch den damaligen Miniſter des Innern, Pare, wieder unter die Zahl der Bibliothekare auf⸗ genommen. Der Vorfall hatte aber auf ſeine ohne dies ſchon ſchwaͤchliche Geſundheit die nachtheiligſten Folgen. Als der Oberbibliothekar der Nationalbiblio⸗