Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

116

gingen wir uͤber den weißen Berg(Ack Dagh), ſchwammen Abends durch den Vraxes, und öber⸗ nachteten in Kuli, wo wir eine gute Aufnahme fanden.

Von dem armſeligen Doͤrfchen Tatu ging es über die Kette des Tek⸗Dagh; auf der Spitze öber⸗ ſieht man auf einer Seite die ganze Landſchaft bis Van, auf der andern in der Ferne von Diarbekir. Dieſe Bergmaſſen thuͤrmten ſich nordwaͤrts, eſtwaͤrts, weſtwaͤrts rings um uns. Ihre Gipfel, niedriger als der Punkt, wo wir ſtanden, waren noch ganz mit Schnee bedeckt. In dieſen Bergen entſpringen der Di⸗ gris, Euphrat und Araxes. Am 19. kamen wir endlich in die Ebenen von Srzerum.

XXXVIII. Hier verließ uns das perſiſche Geleit; ich entließ es mit allerlei Geſchenken. Mit tuͤrkiſchem Geleite reiſte ich den 20. von Kian ab. In dem kleinen Dorfe Flidſchah wurde uͤbernachtet. In der Schwefelauelle, welche dem Dorfe den Namen gab, badeten wir uns. Sie iſt in ein achteckiges, 80 bis 100 Fuß weites, und 12 bis 15 Fuß tiefes Becken eingeſchloſſen. Man nimmt das Bad, auf ringsum angebrachten Marmorbaͤnken ſitzend; es iſt mit Mauern umgeben.

Den 20. gingen wir nach Dſchennes und Ach⸗ Kaleh, wo die Poſt iſt. Hier erhielt ich Nachrich⸗ ten uͤber die Meinigen und Geld, welches ich ſehr nö⸗