Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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ein mit bunten ſchoͤnen Steinen reich geſchmuͤckten Kiſſen. Ich dankte nach dem gebraͤuchlichen Gruße in ehrfüͤrchtigen Ausdrucken fuͤr alle mir erwieſene Guͤte. Der Schah ſprach wiederholt, er wuͤnſche mit Frank⸗ reich in freundlichem Vernehmen zu bleiben, und mehrere Franzoſen in Perſien zu ſehen. Da die Au⸗ dienz uͤber zwei Stunden dauerte, da ich ſchwach war, und ſtehen mußte, ſo ſil ich in Ohnmacht. Der Schah ließ ſich mehrmals nach meinem Befinden er⸗ kundigen. Wiederhergeſtellt brach ich den 44. Juli vom Lager zu Sultanieh auf. In meiner Geſellſchaft befanden ſich Herr Dupre, der Arzt Mirſa⸗ Schefi mit 4s Perſonen im Gefolge, der Tatar von Konſtantinopel, der europaͤiſche Diener und der Armenier, welche beide letztere mir nach Perſien gefolgt waren. Endlich hatten wir ein Geleit von zwanzig Perſern, und waren alle zu Pferde.

XXXVI. In dem Staͤdtchen Zengian wurde ubernachtet, wo wir uns drei Tage aufhielten. Von da kamen wir am 17. in die Gaͤrten des Dorfes Ar⸗ man⸗Khaneh. Auf der ganzen Reiſe ſchliefen wir in freier Luft, ausgenommen in Tauris. Am 18. raſteten wir bei einem Arkhor(geiſtlichem Dber⸗ haupte) in Ak⸗Kend(Weißdorf). Von Sulta⸗ nieh bis hierher war die ganze Strecke ſeinig, flach⸗ und im Ganzen nicht ſehr fruchtbar. Bei Ak⸗Kend findet man Waſſer, Gruͤn und haͤuſige Doͤrfer; es

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