Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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hebt ſich das ſchoͤne Schloß Kaßri⸗Kadſchar; es iſt aus Ziegelſteinen erbaut, und mit einem Park um⸗ geben. Durch daſſelbe geht ein Strom, bildet meh⸗ rere Waſſerbecken und Springbrunnen, und verliert ſich dann in der Ebene. Hier haͤlt ſich der Schah drei Monate auf.

Von Teheran brach der Hof uͤber Ali⸗Schah⸗ Abas, Hadſchi⸗Abad, Kaßbin, Sihadun, Sain⸗Kaleh nach Sultanieh auf, wo et am s. Juli a906 ankam. Ich mußte dem Hofe folgen; gewöhnlich wurde Nachts gereiß. Die ungeſunde Luft zu Teheran zog mir mehrere Fieberanfaͤlle zu; der Koͤ⸗ nig ſandte mir ein Takhtrewan, oder eine von zwei Maulthieren getragene Saͤnfte. Endlich genaß ich wieder; inzwiſchen kam Dupre, der Sohn des franzoͤſiſchen Konſul in Trebiſond, nach Perſien. Seine Nachricht von dem in Presburg unterzeich⸗ neten Frieden und ſeine guͤtige Pflege beſchleunigten meine Geneſung. Ich ſetzte alſo meine Reiſe fort.

XXXV. Die Ebene von Sultanieh, ein 8 9 Stunden langes Dval bildend, iſt mit kahlen und unfruchtbaren Huͤgeln umgeben, von welchen mebhrere Baͤche herabfließen. Das Lager war faſt rund. Die Zelte des Koͤnigs, in der Mitte ſtehend, waren gegen Mekka oſfen. Das Hauptzeit(Diwan⸗Khaneh) diente als Audienzſaal, und wurde von neun 25 36 Fuß hohen Maſten getragen, mit kupfernen vergolde⸗