Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſchwarzen Bergkette). Dort ſcheiden ſich die Wege nach Ardebtl und Teheran. Von Seid⸗Abad begaben wir uns nach Tſchelebian, und von dort auf Ser⸗Ab, eine Stadt zehn Paraſangen von Ardebil.

Von Dauris bis an das kaſpfſche Meer ſieht man leicht ab⸗ und anlaufende Ebenen, Wieſen, we⸗ nige einzelne Baͤume, einige mit hohen Mauern um⸗ gebene, mit Thuͤrmen gegen die Kurden bewehrten Doͤrfer, ſchwarzwollige Zelte an Flüſſen, zertruͤmmerte Karawanſerais, Brüͤcken mit halb geborſteten Bogen, und in der Ferne einige Berge, deren Gipfel auf blauem Himmelsgrunde gezeichnet ſind.

Von Seid⸗Abad bis Ardebil rechnet man 24 Paraſangen. Dieſe Stadt liegt ſuͤdlich von der Bergkette, welche ſich am kaſpiſchen Meere hindehnt. Wegen ihrer gluͤcklichen Lage hat ſie den Beinamen; Abadan⸗Firus(Aufenthalt des Gluͤckes). Sie iſt der Stappelplatz fuͤr die Waaren, welche von Lif⸗ lis, Derbend und Baku nach DTeheran und Iſpahan gehen. Die Grabmaͤler der Fuͤrſten Scheik Sefy, Haiderund Ismail Schah machen dieſe Stabt zu einer heiligen; ſie ſind nicht gar hoch und halb verfallene Dome. Auf den Ebenen von Moghan bei Ardedil wurde der ſiegreiche Felbherr Nadir zum Schah von Perſien erwaͤhlt, und in Ardebil die Kroͤnungöfeier gehalten. Das Land um Ardebil iſt fruchtbar, hat eine geſunde Luft, und Waſſer in Menge.