Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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alten Kabira oder Sebaſte, jetzt Sivas, die Stelle zu bezeichnen ſcheint, wo Mithridat von Lukull's Heere verfolgt, ſeine Schätze niederlegte. Der Forſt Schatakli, der letzte auf dem Wege aus dem alten Kappadozien nach Groß⸗Armenien, bildet noch heute die Graͤnze zwiſchen den Begliks Sivas und Erz⸗Inghian. Wegen der Unſicher⸗ heit des Weges von Raͤubern ſtellte die tuͤrkiſche Re⸗ gierung unterwegs Wachen hin, welche ſelbſt, wenn ſie im Stande ſind, die Reiſenden auspluͤndern. Die armen Bauern dieſes Landes machen die Wegweiſer, ſpinnen in dem langen Winter Flachs, und verkürzen die Zeit durch Exzaͤhlungen.

Nach drei Tagen langten wir in Erz⸗Inghian, einer kleinen Stadt auf einer mit Bergen umgebenen Ebene an. Jene laufen ungefaͤhr zwoͤlf Stunden in der Richtung von Nordoſt nach Suͤdweſt. Das Klima dieſer Stadt iſt gemaͤßigter, als in ganz Armenien, ibre Einwohner ſind meiſt Muſelmaͤnner. Die Chri⸗ ſten in den umliegenden Doͤrfern treiben zum Theil Handel, und geben ſich mit Getreide⸗ und mit Baum⸗ zucht ab.

Zwiſchen Erz⸗Inghian und Erzerum theilt ſich der Taurus in zwei Hauptbergketten; eine laͤuft ſuͤdoßwaͤrts, und ſchließt ſich an die Gebirge, in wel⸗ chen der Ligris entfpringt. Die andere, nach Nord⸗ oſt, umgeht das Land, welches ſich bis an den Kan⸗ kafns erſtreckt. Alle Waſſer, welche oͤſtlich von E⸗