ſtreifen, und die umliegenden chrißlichen Doͤrfer beſuchen. Die Einwohner lebten gluͤcklich unter dem Schutze des Paſcha, die Kirchen wurden geachtet, und die Weiber zeigten ſich furchtlos und unverſchleiert den Soldaten. Der Armenier lebt hier in erzvaͤterlicher Einfalt, und in glucklicher unſchuld der erſten Zeiten. In Staͤdte verpflanzt, verlieren die Armenier manche dieſer treff⸗ lichen Eigenſchaften, ſind aber doch im Verkehre ſehr verſtaͤndig und rechtſchaffen.
Als endlich die erwarteten Vefehle zwei Tataren aus Konſtantinopel uͤberbrachten, verheimlichte ſie Juffuf, um nicht ruchtbar werden zu laſſen, daß die bohe Pforte wegen eines Chriſten Eilboden ent⸗ ſende. Nach drei Tagen wurde ich zum Mahle gela⸗ den, und erhielt von ihm die Firmans der Pforte, und die von Ruffin mirzugefertigten Staats⸗Briefe.
Um meine Reiſe verborgen zu halten, mußte ich den Weg nach Konſtantinopel einſchlagen. Juß⸗ ſuf drang mir auch reiche Stoffe von Aleppo, uh⸗ ren und allerlei Schmuck auf.
Am 1. April 1806 verließ ich nach einem antägt⸗ gen Aufenthalt das tuͤrkiſche Lager. Zwanzig ſichere Leute vom Paſcha fuͤhrten mich den ganzen Tag auf dem Wege nach Konſtantinopel. Tags darauf ſchlugen wir den Weg nach der Stadt Maden ein, welche durch ihre Goldbergwerke in der Umgegend ho⸗ ruͤhmt iſt, und auf dem Wege nach Perſien liegt.
Wir mieden Kara⸗Hiſſaar, deſſen Naͤhe an dem


