Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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228 ſtrmiſche Regierung verurſachte viele Ungluͤcksfälle, welche ich ſelbſt anſah, und die nach ſeinem Tode das Reich einem neuen Buͤrgerkriege Preis gaben. Mehmet Khan, ein ſiebenzigjaͤhriger Greis, welcher als Knabe entmannt worden war, weigerte ſich Ali Murat Khan zu huldigen, ſchloß ein Buͤndniß mit den Ruſſen, und raͤumte ihnen einen

Jafen bei Aſterabad ein. Er ſchickte ſeinen aͤlte⸗

ſten Sohn Schekwes Khan mit 20,000 Mann dem neuen Narſes entgegen, und brachte ihm in den Gefechten verſchiedene Verluſte bei. Zu Ispahan feierte man hieruͤber glaͤnzende Gefechte. Doch dieſe Freude war von kurzer Dauer: denn Ali Murat ſchlug den Schekwes Khan ſo gaͤnzlich, daß er nur mit genauer Noth nach Teiran entfliehen

konnte.

Bald darauf empoͤrte ſich auch Dſchaffer Khan, Murats Bruder, und ſuchte Is pahan zu erobern.

Murat eilte ihm entgegen, endete aber nur einige

Stunden von Ispahan am a1. Februar 1785 ſein Leben. 1

Der rauhen Jahreszeit wegen erlaubte mir Mu⸗ rat Khan, noch ſechs Wochen in Deiran zu blei⸗ ben. Dadurch geſchah es, daß ich nicht in die ab⸗ ſcheulichen Unordnungen verwickelt ward, welche auf

den Tod dieſes Fuͤrſten folgten. Die Soldaten pluͤn⸗

derten den Schatz, die Frauenzimmer in den Zelten wurden Opfer der zuͤgelloſen Wuth der Soldaten. Die