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Kein Zuſtand auf der Welt iſt elender, als der dieſer ungluͤchlichen Leute, welche ohne Hoffnung eines Lohnes oder der Ruhe ununterbrochen fortarbeiten muͤſſen. Sieht ihr Henker, der Kaiſer, einen ſich von den Beſchwerden der Arbeit erholen, wehe dann dem Armen! Einſt ſah er einen franzoͤſiſchen Sklaven ein wenig auf einer Mauer ausruhen, ſogleich nahm er ſeine Flinte, und ſchoß ihn todt. Ein anderer, welcher ſich eben auf dieſe Art verſah, wurde vom Kaiſer zweimal mit einem Spieße durchſtochen.
Als er im Jahr 1606 ſeine neu angelegten Gebaͤu⸗ de beſah, und es ihm vorkam, als ob die Sklaven mit
der Aufrichtung zauderten, ließ er in ſeinem Grimme
dem Aleaiden Malei, den Aufſeher der Gebaͤnde und erſten Miniſter, s0o Hiebe mit einer ledernen Peitſche geben, und pruͤgelte ihn auch mit eigner Hand auf eine grauſame Art. Einer großen Anzahl Mohren und Renegaten ſpaltete er den Kopf, andern hieb er die Arme ab, wieder andere erſtach er mit ſeinem Meſſer, ſo daß nichts als Blut floß.— Ein ſpaniſcher Sklave, welcher Waſſer trug, blieb, als er den Kaiſer erblickte, nicht ſtehen, ſondern gieng mit der Muͤtze auf dem Kopfe bei ihm voruͤber. Der Grauſame ſchoß ihn deßhalb mit einem Spieße, welchen der Sklave aber aus dem Leib nahm, und dem Barbaren wiedergab⸗ Dieß that er zwanzigmal.
Noch ſo viele andere Zuͤge der Unmenſchlichkeb dieſes grauſamen Kaiſers anzufuͤhren, halten wit fͤr


