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wart; alles was von ihm kommt, ſetzt jeden in Schrek⸗ ken. Wenige ſchwarze Sklaven, welche er zur Ueber⸗ bringung ſeiner Befehle, und zur Einnahme der Steu⸗ ern braucht, bringen alle Orte, in welche ſie kommen, in Furcht und Schrecken. Seine ungemein große Geld⸗ gierde veranlaßt ihn zu den ſchrecklichſten Erpreſſun⸗ gen, und zur Beraubung aller ſeiner Unterthanen. Geiz iſt allzeit der vornehmſte Beweggrund ſeiner Hand⸗
ungen; haͤlt er ſcharfe Polizei, ſo geſchieht es aus
Eigennutz, welcher ihn auch vorzuglich zur ſchleunigen Vollziehung der Strafe antreibt.
Der Kaiſer hat keine anderen Raͤthe, als ſeinen Kopf; ſeine Raͤthe ſind nur zum Scheine da, und be⸗ antworten alle an ſie gerichteten Fragen mit den Worten Anama Sidy!(gnaͤdigſter Herr, ihr redet recht ¹) Er nennt ſich nicht anders, als einen Freund Gottes, und ſchreibt ſeine gluͤckliche Regierung dem Schutze Muhameds zu, von welchem letztern er in gerader Linie abzuſtammen vorgiebt. Bei ſeiner ent⸗ ſetzlichen Handhabung der Juſtiz, und bei den grau⸗ ſamſten Mordthaten beredet ek das Volk, daß er nur den Willen Gottes erfuͤlle. Er bildet ſich auf den Namen eines Geſetzlehrers viel ein, und ſoll es an ver⸗ ſtellter Froͤmmigkeit allen zuvor thun. Wo er ſich im⸗ mer befindet, hebt er ſeine Haͤnde gegen den Himmel, obgleich ſie oͤfters noch von Menſchenblut triefen.
Die Chriſten haͤlt er fuͤr das wichtigſte DPpfer, welches er ſeinem Muhamed bringen kann. Nach ei⸗


