Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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nicht ſogleich verliefen, in die aͤußerſte Beſtuͤrzung und Verwirrung. Wir reiſten alſo auf Maulthieren unter dem Wehklagen der verlaſſenen Chriſten und dem Murren der mißvergnügten Mohren ab,(denn die Hoffnung einer ſchnellen Auswechslung ihrer gu⸗ ten Freunde und Verwandte gegen unſere Sklaven war vernichtet) und zwar mit einer ſolchen Eile, daß daß wir nicht einmal Lebensmittel zu unſerm Unter⸗ halte mitnahmen. Unverrichteter Sache kamen wir nach Salee. Endlich brachte es Pillet bei dem Kaiſer doch dahin, daß er einige Sklaven erhielt, mit

welchen wir im Jahr mos den 29. Dktober glucklich zu Kadix landeten⸗

Beſſer gelang das Unternehmen im Jahr 4742, in welchem die franzoͤſiſchen Vaͤter zwanzig Sklaven auslöſeten. Die Sklaven-Auswechslung geſchah zwei Stunden von der Feſtung Ceuta, nicht weit von dem mohriſchen Lager. Wir lieferten die gefangenen Moh⸗ ren nebſt den Loͤſegeldern und Geſchenken aus, und kamen mit unſern Befreiten unter allgemeinem Froh⸗ locken in der Stadt Ceuta an.

Alles zu Ceuta gehoͤrige Land hat etwa einen umfang von zwei franzoſiſchen Meilen. Die Stadt iſt mehr von Steinen, als Bomben zerſtoͤrt worden. Der Gouverneur und die vornehmſten Einwohner wohnen in einer ſolchen Entfernung, daß die Bomben ihre Haͤuſer nicht erreichen koͤnnen. Das übrige Erdreich ñ theils von ſehr ſteilen Felſen, theils von einer mit