Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſonders gegen Indiſche Waaren, dann auch gegen Ba⸗ byloniſche Kleider aus Seide und Wolle, zum Theil ſcharlachroth, gefaͤrbt, welche die Habeſſiniſchen Gro⸗ ßen fuͤr Purpurkleider tragen, dann gegen Spezereyen und Gewuͤrze, vorzuͤglich Pfefſer eingetauſcht werden, und bei welchem Tauſche immer bedeutender Gewinn auf Seite der Tauſchhaͤndler bleibt, da der Habeſſi⸗ nier weder ſein Gold zu ſchaͤtzen, noch Muͤnzen zu ſchlagen verſteht. Eher als Gold dient ihnen Eiſen, meiſtens aber das fuͤr ſie ſehr eintraͤgliche Salz ſtatt des Geldes. Daher, weil in Habeſſinien keine Muͤnzen geſchlagen werden, iſt es auch erklaͤrbar, wa⸗ rum der Handel in dieſem Lande groͤßtentheils nur Tauſchhandel iſt.

Moͤchte doch auch die nutzlichſte, herrlichſte und koſtbarſte Waare Gegenſtand der Einfuhr nach Habeſ⸗ ſinien werden die Kenntniß europaͤiſcher Kuͤnſte und Wiſſenſchaften moͤchten aber auch europaiſche Fuͤrſten dieſer uralten chriſtlichen Na⸗ tion emporhelfen, und zugleich durch Verbreitung des Chriſtenthums in jenen fernen Loͤndern ihren und den Namen Gottes verherrlichen! Wer moͤchte bei den je⸗ tzigen politiſchen Verhaͤltniſſen ſich der ſchoͤnen Hoff⸗ nung entſchlagen, dieſe chrißtlichen Wuͤnſche bald er⸗ fuͤllet zu ſehen?