Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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ſo kann auch ſein Begehr nicht erfullt werden, zumal er von unſter Majeſtät ſpricht, als ſei ſie der Affe, der nach ſeiner Pfeife tanzen muͤſſe. Alſo fort, ſag' ich!“

„Wag' es, mich anzuruͤhren, ketzeriſcher Hund!“ bruͤllte André.„Das Haus muß geſchmuͤckt wer⸗ den, und ich will's Eurer Königin ſelbſt befehlen. Das ſollt Ihr ſehen! Wo iſt ſie Fuͤhre mich zu ihr, Maͤdchen!“

„Menſch, ſeid Ihr raſend?“ rief Jeannette ent⸗ ſetzt, und wollte ihm den Weg verſperren, aber mit nie geſehener Frechheit ſchob er ſie bei Seite und eilte nach dem Wohnzimmer der Koͤnigin. Jean⸗ nette gewann ihm aber den Vorſprung ab und be⸗ richtete der hohen Frau ſchnell und aͤngſtlich von dem gröblichen Ueberfall des pfäffiſchen Geſellen. Mit der imponirenden Wuͤrde ihres Weſens erhob ſich Johanna und ſchritt auf den Jeſuiten zu, welcher ruͤckſichtslos bereits in das Zimmer getreten war, und fragte ihn ſtreng:„Was wollt Ihr von mir?“

Ohne aber dadurch in Verlegenheit zu kommen, erwiederte der freche Burſche:„Zweierlei, und zwar zuerſt, daß Ihr Euere Fenſter und Thorfahrt mit Tuͤchern und Bändern zur Feier des Feſtes ſogleich ſchmuͤcken laßt; denn binnen einer Stunde wird der Frohnleichnamszug hier voruͤbergehen, und ſodann zum zweiten, daß Ihr Euren unverſchaͤmten Thuͤr⸗ ſchließer auspeitſchen laßt; denn er hat ſich groblich an mir, einem Diener der Kirche, vergangen.“