Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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den mindeſten Feſtſtaat an ſeinen Waͤnden prangen ließ, es zeigte ſich auch an ſeinen Fenſtern kein ein⸗ ziges Geſicht, ſeine Thuͤren blieben verſchloſſen und das ganze Haus war wie ausgeſtorben. Die Koͤ⸗ nigin hatte abſichtlich, bekannt mit der ſchlauen, haͤndelſuchenden Verſchlagenheit der katholiſchen Pfaf⸗ fen, ihrer ganzen Dienerſchaft ſtreng geboten, ſich waͤhrend der Feier des Feſtes weder auf den Stra⸗ ßen, noch an Thuͤren und Fenſtern ſehen zu laſſen, damit man keine Gelegenheit an ihnen ſuche.

Nichtsdeſtoweniger wurde eine Stunde vor dem großen feierlichen Umzuge des Klerus die Glocke an der Thorfahrt des Hotels heftig gezogen, und gleich nachdem die kleine Thuͤre in dem Hauptthore geoffnet worden war, ein heftiger Wortwechſel zwiſchen dem Portier und der Stimme eines fremden Mannes vernommen, wodurch der ſtille Frieden des Hauſes auf eine unangenehme Weiſe geſtoͤrt wurde. Die Koͤnigin war mit Jeannetten eben bei ihren religioͤſen Uebungen beſchaͤftigt; ſie ſandte die liebe Dienerin hinaus, um ſich nach der Urſache des widrigen Streits zu erkundigen und denſelben wo moͤglich gleich zu ſchlichten. Jeannette fand, dem Thurſchließer gegen⸗

öͤber, einen kleinen, häßlichen Mann, deſſen Kleid

ihn als einen Kleriker bezeichnete. Mit einem zorn⸗ braunen Geſichte, die eine Fauſt in die Seite ge⸗ ſtemmt, die andre drohend gegen den Portier erho⸗ ben, rief er eben:„O ich kenn' Euch, Ihr keteri⸗

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