Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Viertes Kapitel.

Es lebt ein Gott zu ſtrafen und zu rächen. Siller.

Chretien Gaſtine war in la Rochelle endlich mit dem graͤßlichen Schickſale ſeines Vaters bekannt ge⸗ macht worden. Die junge Seele fuͤllte ſich mit der Nacht der Verzweiflung und des von ihr erzeug⸗ ten Rachegefuͤhls. Als er lange ſcheinbar theilnam⸗ los an allen aͤußern Gegenſtaͤnden vor ſich hinge⸗ bruͤtet hatte, uͤbermannte ihn endlich die Wehmuth, und ihr folgte bald die Sehnſucht nach ſeiner Mut⸗ ter und ſeinen Geſchwiſtern. Sie wollte er troͤſten, an ihren Herzen weinen, ihnen den Vater ſo viel als moͤglich erſetzen, und die errungenen Lorbeern, die der Drang kindlicher Mittheilung und der Anſprache auf elterlichen Beifall in ſeinen ſchoͤnſten Jugend⸗ traͤumen dem geliebten Erzeuger zu Fuͤßen gelegt hatte, ſollten in der Wirklichkeit nun der Mutter wenigſtens einige frohe Stunden bereiten. Doch wie er ſich auch in la Rochelle befragte, kein Menſch konnte ihm von ſeinen Angehoͤrigen Kunde geben. Madelons Fehltritt war Geheimniß geblieben, und ob ſich fuͤr Madame Gaſtine das Gefaͤngniß wieder geoffnet, war unbekannt. Chretiens Herz zog ihn nach Paris, und die baldige Abreiſe des Admirals dahin war fur ihn die erwuͤnſchteſte Gelegenheit, wie⸗