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burg begannen ſich fern und nah zu röthen, tiefer und tiefer, bis ſie wie die erhabenern Zeugen Gottes in Purpur⸗ pracht herniederſchauten.
Die Freunde ſtanden wie betend in Anſchauung dieſes himmliſchen Anblicks. Dabei die heiligſte Ruhe. Baum und Strauch ſchienen den Athem anzuhalten. Nur die fromme Abendglocke eines entfernten Kirchleins tönte melo⸗ diſch über den See.
Da ſprach Edmund in tiefer Bewegung:„Der ſeine Alpen erglühen läßt in himmliſcher Pracht, er wird auch unter ſeinen Erdenkindern Alles zum Beſten wenden. Möge dieſes Glühen der Höhen, dieſer Friede in unſern Herzen dafür den wahrheitsvollen Beweis geben!“
Es war der letzte und ſchönſte Abend, den die Freunde mit einander verbrachten, denn bereits am nächſten Tage kehrte Graf Stephan mit Smiljana nach ſeiner Heimat und Benno nach Wien zurück, um die geliebte Braut abzu⸗ holen nach dem häuslichen Herde, den er ſich erbaut hatte unter den Platanen der ſchönen Louiſiana.
Eunde.


