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„Sie war eine der reinſten Perlen“, ſagte er,„welche im reichen Kranze von Ungarns patriotiſchen Frauen glänzen.“
Manche Thräne aus ſchönem Auge perlte in das Glas, das man dem Andenken des für ihr Vaterland geſtorbenen Heldenmädchens brachte.
Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, daß Ed⸗ mund und Veronika die Anweſenheit der lieben Gäſte und die ſchöne Jahreszeit zu häufigen Ausflügen in die prachtvolle nahegelegene Alpenwelt benutzten. Auch all die reizenden Landſchaftsbilder des daran ſo reichen Salzkammergutes wurden beſucht, und man erquickte ſich immer von neuem an dieſen unvergleichlichen Na⸗ turſchönheiten.
Smiljana als gute Tochter verfehlte nicht, all die ſchönen Natureindrücke gewiſſenhaft in ihr Tagebuch nie⸗ derzulegen, das ſie regelmäßig ihrem Vater, dem alten Centurio, nach Cetinja einſchickte, welcher daſelbſt trotz ſeines vorgerückten Alters einer ungeſchwächten Geſund⸗ heit ſich erfreute. Smiljana hatte die beſten Grüße von ihm überbracht und ihn zugleich wegen ſeines frühern Verſprechens hinſichtlich eines Beſuchs in Deutſchland entſchuldigt, da ſein Alter eine ſo weite Reiſe nicht mehr geſtattete.
Der Tag vor der Abreiſe war endlich gekommen. 12⁸


