Teil eines Werkes 
3. Band (1866)
Entstehung
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angrenzenden Gartens, wo ein Weinverſtändiger das Weingelände von den überflüſſigen Ranken befreite, eine ſchallende Stimme vernehmbar.

Das iſt gar keine rationelle Art, rief die Stimme, wie man mit dem Weinbruche umgeht. Wenn Ihr ſo viel überflüſſiges Holz ſtehen laßt, wo ſoll denn der Stock die Kraft für die künftige Traube hernehmen, welche bei dem edlen Weinbau doch ſchließlich die Hauptſache iſt? Immer ſprecht dem Holze kräftiger zu, ſelbſt auf die Gefahr, daß ein Träubchen mit verloren geht. Es kommt den übrigen zu gute.

Es war der Profeſſor Cyriakus, welcher ſeit Jahr und Tag das Amt eines Salineninſpectors bekleidete und, da er in der Nähe wohnte, von Zeit zu Zeit den ehe⸗ maligen Reiſegefährten einen Beſuch abſtattete. Er fand ſtets die gaſtlichſte Aufnahme, da man den alten Herrn trotz ſeiner Wunderlichkeiten und gelehrten Pedanterie, die oft auch viel Stoff zu Heiterkeit gab, nicht ungern hatte.

Nachdem der Profeſſor, der von einer Fußwanderung durch die Ramſau heimkehrte, den Staub von den Füßen geſchüttelt und auf der Veranda Platz genommen, ließ er ſich die Himbeerlimonade, die ihm Veronika, da ſie wußte, daß er dieſes Getränk vor allem liebte, bereitet, wohl behagen. Hierauf wandte er ſich zu Edmund: