Teil eines Werkes 
3. Band (1866)
Entstehung
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als ihm ein vornehmer Serbe gemel et wurde, der ſo eben mit zwei Dienern in den Schloßhof ge⸗ ritten ſei.

Verwundert ob ſolchen Beſuchs und was derſelbe wohl bezwecke, befahl er, den fremden Gaſt in das Empfangszimmer zu führen. Er begab ſich ſofort dahin, aber wie groß war ſein Erſtaunen, als er ſeinen Gaſt⸗ freund, den Centurio Ranko, wiedererkannte. Dem alten Serben ward natürlich der herzlichſte und freudigſte Empfang zu Theil und bald ſaßen die beiden Freunde beim traulichen Becher in Erinnerung der auf Cetinja froh verlebten Stunden Es währte indeß nicht lange, ſo machte der Centurio mit der ihm eigenen Offenheit den Grafen Stephan mit dem Zwecke ſeines Beſuchs bekannt.

„Der Dank Oeſterreichs“ begann er,„für unſere dem Kaiſerhauſe geleiſteten Dienſte läßt noch immer auf ſich warten. Gewinnt es doch faſt den Anſchein, als ſollten wir Südſlawen mit demſelben Kamm der Reac⸗ tion gekämmt werden wie das Volk der Magyaren. Es wird daher Zeit, daß wir dazu thun, damit das Uebel nicht noch größer wird. Vor allem aber thut eine Ver⸗ ſtändigung meines Volkes mit den Magyaren ſelbſt noth, damit wir unſere Intereſſen gemeinſam gegen die reactionären Beſtrebungen der Wiener Politik verthei⸗