Drittes Kapitel.
Es war am 16. November 1848, als vor einem der weniger in die Augen fallenden Hotels von Peſth eine zahlreiche Menſchenmenge verſammelt war, die neu⸗ gierig nach den Fenſtern emporſchaute und jeden Augen⸗ blick den Mann erwartete, welcher von Koſſuth auserſehen worden war, Siebenbürgen zu erobern. Es war dies der polniſche General Bem, aus dem frühern polniſchen Inſurrectionskriege wohlbekannt, der neuerdings in Wien die Vertheidigung mit geleitet und wie durch ein Wunder den Standrechtskugeln des Fürſten Windiſchgrätz ent⸗ gangen war. Endlich erſchien er, ein kleiner, ziemlich mürriſch ausſehender Mann. Er kümmerte ſich um all die Eljens nicht, die ihm zu Ehren gerufen wurden. Unterm Arm trug er ein kleines Paket. Das war ſeine ganze Bagage. So beſtieg er das prunkloſe Fuhrwerk,


