Teil eines Werkes 
3. Band (1866)
Entstehung
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Stoff zur Unterhaltung konnte es nicht fehlen. Etelka mußte von Wien und den dortigen Zuſtänden erzählen.

Die Reaction, ſagte ſie,wirthſchaftet noch immer auf die unverantwortlichſte Weiſe. Man treibt förmliche Rachepolitik, und manches edle Leben iſt ihr zum Opfer gefallen. Den nach Kremſier verlegten Reichstag hat man aufgelöſt. Seine freiſinnigſten Sprecher ſchmachten im Kerker. Von einem conſtitutionellen Leben kann unter ſolchen Umſtänden natürlich keine Rede ſein.

Jetzt dürften wohl auch die Czechen einſehen ſagte Frau von Meßlenhi,wohin ſie es mit ihren einſeitigen nationalen Beſtrebungen gebracht haben.

Viele der Gebildetern meinte Etelka,ſehen dies auch ein und bereuen jetzt ihre unſelige frühere Politik. Sie haben unter der Reaction ſo gut zu leiden wie die Deutſchen, obſchon die letztern den Druck noch weit ſchwe⸗ rer empfinden. Darum ſchlugen auch alle deutſchen Herzen den ſiegreich vordringenden Ungarn hoffnungsreich entgegen. Alle hofften, Görgei werde als ihr Befreier erſcheinen. Sein hartnäckiger Sinn hat es allein verſchuldet, daß unſere Fahnen jetzt nicht auf dem Schloſſe zu Schön⸗ brunn wehen.

Dieſer Menſch, ſprach im prophetiſchen Tone die Mutter Koſſuth's,wird uns noch alle ins Verderben ſtürzen. Was hat ſich mein Sohn für Mühe gegeben,