Teil eines Werkes 
3. Band (1866)
Entstehung
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walachiſche Banden auf ſiebenbürgiſchem Gebiet vernichtet wären. So blieb den Verfolgern nichts übrig, als, ohne ihren Zweck erreicht zu haben, nach Bardh⸗Caſtell zurückzukehren. Nur Edmund und Hippolht, die durch den Raub, den man an ihrem Schützlinge begangen, am härteſten be⸗ troffen waren, dachten an keine Rückkehr nach dem Schloſſe. Da ihnen keine weitere Macht zu Gebote ſtand,

blieb vor der Hand nichts übrig, als wenigſtens den

Ort ausfindig zu machen, wo die arme Veronika gefan⸗ gen gehalten wurde, um alsdann weitere Befreiungsver⸗ ſuche anzuſtellen. Sie verſchafften ſich Pilgerkleidung, um in dieſer Tracht ſo wenig wie möglich Aufſehen zu erregen. Sie durchzogen ruhelos und beſtändig von dem Gedanken an das Schickſal Veronika's gequält das Land der Serben in allen Richtungen, überall Er⸗ kundigungen nach dem geraubten Mädchen einziehend. Die äußerſte Vorſicht war hierbei nöthig, um keinen Verdacht etwaiger Spionage zu erregen. Letzteres war ihnen auch gelungen, bis ſie in die Nähe von Cetinja gelang⸗ ten, wo man ſelbſt dem von dem kroatiſchen Patriarchen aus geſtellten Geleitsbrief, den Edmund der Fürſorge des Paters Joſeph auf dem Martinsberge verdankte und der ihnen bisher unſchätzbare Dienſte geleiſtet, nicht traute, ſon⸗ dern die beiden Pilger gefangen nach Cetinja brachte, wo ſie vor den Centurio geführt wurden.