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im Stillen denken. O fahre fort, Smiljana, mit Deinen lieblichen Liedern.“
Die Tochter des Centurio war ganz glücklich, als ſie Veronika lächeln ſah. Sie hielt es jetzt für Pflicht, mit ihren Liedern fortzufahren. Von neuem erklang die Guszlicza in heitern Tönen. Der Text lautete:
„O Du Mädchen, o Du rothe Roſe,
Nicht gepflanzet, nimmer auch verſetzet,
Nicht mit kühlem Waſſer je begoſſen,
Nicht gepflückt, die Keinem noch geduftet, Nicht geküſſet, nimmer noch geherzet,
Könnt' ich nur Dich Seelchen einmal küſſen!“ „Lieber Junge, kannſt es wohl nach Wunſche, Stößt mein Garten doch an Deine Wieſe. Kommen würd' ich, Blumen zu begießen, Und Du kämſt, die Roſe loszubinden, Küßteſt, Lieber, mich dann wohl nach Wunſche, Müßteſt nur mir nicht die Wange beißen, Daß die Mutter nicht das Zeichen merke.“
Smiljana ſchloß ihre geſanglichen Mittheilungen mit dem naivkomiſchen Liedchen: Mägdlein betet am Georgentage: „Sanct George, wenn Du wiederkehreſt, Finde mich nicht mehr bei meiner Mutter,
Find' vermählt mich oder in dem Grabe, Lieber doch vermählt als in dem Grabe.“
Während aber die beiden Mädchen ſich auf die erwähnte Art unterhielten, ſaß in einem der Gemächer


