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Bis er angelangt bei der Geliebten, Und erfaßt ſie bei den weißen Händen Und geleitet ſie nach ſeinem Hofe.“
„War das nicht ein treues Liebchen?“ fragte Smil⸗ jana, nachdem ſie das Lied beendet.
„Wohl“, erwiderte Veronika,„aber es blieb ihr auch nichts Anderes übrig, da ſie ja die Urſache war, daß ſich der Geliebte in Gefahr ſtürzte.“
Smiljana ſtimmte von neuem die Saiten und fuhr, in eine heitere Melodie übergehend, fort:
„Mägdeleins ſpannen ſpät, Welche die ſchnellſte ſpann? Röschen am ſchnellſten ſpann, Lob bis zum Kaiſer drang, Sandt ihr'ne Spindel Flachs: „Spinne num, Röschen, ſpinn', Spinne mir Zelte draus,
Und was Dir übrig bleibt, Linnen zum Brautgeſchenk, Bringſt Du's zu Hauſe mir, Wieget mein Arm Dich ein.“
„
Röschen, verſchmitzter noch, Sendet die Spindel ihm: „Schnitze nun, Kaiſer, ſchnitz'“, Schnitz mir den Webeſtuhl, Und was Dir übrig bleibt, Zimmre Dir Höfe draus,
Zieh' ich da ſtattlich ein, Schlafe im Arm Dir ein!“


