Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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macht, der Huſar lebt und kämpft und ſtirbt für ſeine Heimat. Wenn auch die tapfern Honvedbataillone nichts zu wünſchen übrig laſſen und man ihrer Bravour nur die höchſte Achtung zollen muß, bleibt das wahrhaft verkörperte Magyarenthum doch immer der Huſar. Auf der Haide iſt er geboren und groß geworden, auf der Haide hat auch ſein Roß das Licht der Welt erblickt und iſt mit ihm aufgewachſen. Auf der Haide hat er den erſten Czardas getanzt, das erſte Mädchen geküßt, dort will er leben und ſterben, denn dort wohnt ſein Gott.

Wie ſo ſein Gott? fragte Benno.

Ja, ſein Gott, fuhr der Erzähler fort,ſein Maghar Iſten, der ſich um die großen Welthändel nicht kümmern darf, der ein Ableger der großen Weltgottheit, blos für Ungarn lebt und daſelbſt herrſcht. Der Ma⸗ gyar theilt nämlich ſeinen Gott nicht mit andern Völ⸗ kern. Er hält ſich und ſein Land für bedeutend genug, um die Fähigkeiten eines Gottes ausſchließlich für ſich in Anſpruch zu nehmen.

Ein zweiter der anweſenden Honvedoffiziere ſtimmte ſeinem Kameraden bei.Ja, ſagte er,wer die Vravour des ungariſchen Huſaren kennen lernen wollte, der mußte vor allem der Schlacht von Iſaſzeg auf der Straße zwiſchen Peſth und Hatvan beiwohnen, wie ich die Ehre gehabt habe. Es war eine der blutigſten und