Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

166

Lärmen und Prahlen um das Faß und ſchwuren bei Himmel und Hölle, daß ſie ausharren würden. Aber je lauter ſie ſchwuren, deſto öfter blickten ſie auf den bren⸗ nenden Span, deſſen Flamme ſich mehr und mehr der Oberfläche des Pulvers näherte. Bald aber verſtummte das Lärmen und Schwören Ein allgemeines Schweigen verbreitete ſich über die Geſellſchaft. Die Herzen began⸗ nen ängſtlicher zu klopfen. Nur der Centurio blieb kalt und ruhig und rauchte ſeine Pfeife. Da erhob ſich allmälig einer nach dem andern und verließ, ohne ſich zu verab⸗ ſchieden, das Haus Der Zünder brannte immer tiefer. Endlich waren nur noch zwei vorhanden, der Centurio und Lupuj. Erſterer, ruhig an die Wand gelehnt, ſchaute gleichgültig nach dem brennenden Span; letzterer hatte ſich auf den Rand des Faſſes geſetzt, kehrte aber der Flamme den Rücken zu. Endlich vermochte er nicht länger in dieſer Stellung zu verharren Er mußte ſich umſchauen. Als er gewahrte, daß die Flamme nur noch fingerlang vom Pulver entfernt war, ſprang er auf.

Centurio, ſagte er,wir ſind jetzt allein, machen wir keine dummen Streiche. Werden wir handelseins. Das Mädchen möge uns zweien gehören.

Wenn Du des Wartens überdrüſſig biſt, verſetzte Ranko mit unverändertem Gleichmuthe,kann ich den Span etwas tiefer ins Pulber drücken.