Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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druck dieſer Züge. Darin gleicht ſie mehr Smiljana. Und ich ſollte dieſe Blume der Schweſterblume zum Opfer bringen? Nimmermehr! Er neigte ſich leiſe über Veronika, die wie geiſtesabweſend in der unbekannten Umgebung umherblickte, und flüſterte:Fürchte nichts, meine Toch⸗ ter! Kein Leid ſoll Dir widerfahren.

Indeß hatte ſich das Zimmer mit denjenigen Wala chen gefüllt, die einen Anſpruch auf die ſchöne Beute zu haben glaubten. Voran Lupuj. Nach dem Herkommen kam auf den Häuptling ein Drittheil.

Lupuj ſagte:Ein Stier, ein Reitpferd iſt freilich nicht zu theilen, da müſſen wir loſen, aber ein Mädchen kann allen gehören.

Der Centurio blitzte unter ſeinen weißen Augen⸗ brauen den Sprecher unheimlich an.Und ich ſage, ſi kann es nicht und möchte gern den ſehen, der da ſagen wird, ſie kann's.

Lupuj, der den Alten nicht erſt von geſtern her fannte, erwiderte nichts. Auch die Uebrigen ſchwiegen⸗ Nur eine Stimme rief aus dem Haufen:Sie kann's!

Wer ſagte das? fragte der Centurio und ſeine Rieſengeſtalt erhob ſich. Ein junger Walache mit ge⸗ flochtenem Haar trat hervor. Er war betrunken. Mit thieriſchem Gefletſch ſtellte er ſich vor Ranko und, den