Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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wenn die ſauſenden Granaten flammend und praſſelnd in Häuſer und Dächer ſchlugen. Viele öffentliche und Privatgebäude wurden ein Raub der Flammen. Ganz Peſth war zeitweilig in Rauch und Feuer gehüllt. Ueberall herrſchte die entſetzlichſte Zerſtörung. Fenſter und Thüren wurden zertrümmert, Dächer und Plafonds eingeſchlagen, überall gewahrte man niedergebrannte und eingeſtürzte Gebäude, rauchende Brandſtätten. Hier und da, mitten unter dem Kugelregen, ſah man Leute beſchäftigt, die Flammen zu löſchen. Auf dem Donauufer durfte ſich aber kein menſchliches Weſen blicken laſſen, weil von der Feſtung ſelbſt auf einzelne Perſonen geſchoſſen wurde.

Vierzehn Tage lang bedurfte Görgei Zeit, ehe er ſich in den Stand geſetzt glaubte, der Welt zu zeigen, daß er auch Feſtungen erobern könne. Bevor er den Befehl zum Sturm ertheilte, erließ er folgendes Schreiben an den Commandanten von Ofen:

General!

Ofen iſt von den ungariſchen Truppen cernirt, und ſie warten nur auf meinen Befehl, um die Feſtung mit jener Energie anzugreifen, welche allein der Nothwehr⸗ kampf auf Leben und Tod jedem einzelnen Krieger zu geben vermag.

Ihre Aufgabe, Ofen länger zu halten, iſt eine ver⸗ lorene. Nehmen Sie den Antrag an, den ich Ihnen aus