Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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Kenntniß hatten, wollte ſich jeder von ihnen ſo hart als möglich an eine Felſenwand legen, damit ihn der böſe Geiſt nicht zuerſt erfaſſe. Endlich kamen ſie dahin überein, daß ſich jeder zu den Füßen des andern legen und ſich beide mit demſelben Mantel bedecken ſollten. Kaum waren ſie eingeſchlafen, ſo erſchien das Scheuſal, welches aber nicht wenig betroffen war, als es an jedem Ende einen Kopf und ein paar Füße erblickte. Es heulte laut auf und ſchrie:Ich habe fiebenundſiebzig Berge viele hundertmal überſchritten, aber ein ſolches Unthier habe ich noch nicht geſehen. Ich bin groß und mächtig, aber dieſes hier iſt noch mächtiger. Es brüllte nochmals laut auf ſpie Feuer und ſtarb unter wilden Zuckungen vor Schreck und Wuth. Die Reiſenden verhielten ſich ganz lautlos, und am andern Morgen erhob ſich an ihrer Seite ein ſchwarzer Fels, in welchen das Ungethüm verwandelt worden war. Seit jener Zeit aber war die Tatra von demſelben befreit und die Wanderer konnten unangefochten ihren Weg dahinziehen.

Es war während dieſer unterſchiedlichen Mitthei⸗ lungen ſpät geworden. Die Geſellſchaft beſchloß, ehe ſie auseinander ging, für den morgenden Tag einen Ausflug zu Roß und Wagen nach dem reizend gelegenen Karoli⸗ nenthal zu unternehmen, eine Partie, die ſchon wiederholt beſprochen, aber immer nicht zur Ausführung gekommen war.

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