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Rollſtuhle, behütet von der treuen, aufmerkſamen Dienerin. Ihre Traumgeſichte, die ſie in abge⸗ brochenen Worten kund gab, wiederholten ſich von Zeit zu Zeit. Sie wurden immer beängſtigender und unheimlicher.
Veronika ward vermöge ihrer Schönheit, Sanft⸗ muth und reizenden Natürlichkeit bald der Liebling ſämmtlicher Schloßbewohner und war der Gegenſtand der allgemeinſten Aufmerkſamkeit.
Die männliche Bewohnerſchaft, darunter Edmund und Hippolyt, denen die Schloßräume zuweilen doch etwas beengend wurden, unternahmen häufig kleine Aus⸗ flüge in die Umgegend. Da fehlte es denn abends, wo man ſich in der Regel in dem Geſellſchaftsſaale zuſam⸗ menfand, niemals an Stoff zur Unterhaltung, da ein Jedes ſich bemühte, ſein Scherflein beizutragen. Na⸗ mentlich war Hippolyt unerſchöpflich in Mittheilung von wunderbaren Erlebniſſen, da ihm hier zu Lande Alles wildfremd war. Weil er recht amüſant und auch recht drollig zu erzählen verſtand, fand er ſtets ein aufmerk⸗ ſames Publikum.
Sehr intereſſant war unter Anderm die Beſchreibung einer ungariſchen Zigeunerwohnung und deren Inſaſſen, welche er auf einem ſeiner Ausflüge zu beobachten Ge⸗ legenheit gehabt.


