Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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dieſem Tage, wo er dem Hauſe Habsburg⸗Lothringen den Abſagebrief dietirte. Seine glühende Vaterlandsliebe feierte einen Wettkampf mit ſeiner gewaltigen Beredt⸗ ſamkeit. Wie ein Katarakt donnerte der Abſchiedsfluch über ſeine Lippen. Bebend vor innerer Aufregung ſah das Volk die Geſchichte ſeiner Jahrhunderte langen Leiden, Enttäuſchungen und mit Undank belohnten Aufopferungen gleich mahnenden Geſpenſtern vorüberziehen. Als der große Volksmann ſeine Anträge begründet und geſtellt hatte, brach unermeßlicher Jubel in der ganzen Verſammlung aus, der ſich lawinenartig anſchwellend erſt dem anwe⸗ ſenden Volke mittheilte und ſich fortwälzend durch Häuſer und Gaſſen endlich das ganze Land ergriff.

Dieſe verhängnißvollen und am andern Tage von den Repräſentanten wie den Magnaten einſtimmig an⸗ genommenen und zum Geſetz erhobenen Anträge lauteten wie folgt:

Erſtens. Ungarn wird mit dem geſetzlich vereinten Siebenbürgen und allen zugehörigen Ländern, Theilen und Provinzen als freier, ſelbſtſtändiger, unabhängiger europäiſcher Staat proclamirt und die Territorialeinheit dieſes ganzen Staates für untheilbar und unantaſtbar erklärt.

Zweitens. Indem das Haus Habsburg Lothringen durch ſeinen Verrath, Treubruch und ſeine Waffenergrei fung gegen die ungariſche Nation, nicht minder durch