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So iſt das Leben auf der Puſzta, einförmig und doch nicht ohne Mannichfaltigkeit, wie ſolche auch der ganzen Landſchaft nicht fehlt. Ueppige Weizen- und Rapsſaaten, unüberſehbare Maisfelder und Tabakpflan⸗ zungen, ſaftige Wieſen neben endloſen magern Weiden, öden Sandflächen, dürren Haiden und ſumpfreichen Nie⸗ derungen, mit nackten oder rohrbedeckten Tümpeln, mit ſchwankendem, trügeriſchem Boden, mit Natronbä⸗ chen, ſtockenden Steppenflüſſen und großen Strecken
voll Salzpflanzen. Es iſt ein anderes Leben, wenn der
Lenz hier mit grünem, dort mit braunem Sammt die Steppe überzieht und die Heerden vor Lebensluſt und Uebermuth kaum ſich leiten laſſen zein anderes, wenn der tropiſche Sommer durch ſeinen Gluthauch träge Ruhe auf die Gefilde ſenkt; ein anderes, wenn die milden, weichen Lüfte des Herbſtes und der reichlichere Nachtthau Pflanzen und Thiere neu belebt, oder wenn der Winter ſeine Schneeſchauer wirbelnd über die end loſe Ebene treibt.
Der Sonntag bildet einen Lichtpunkt in dem ein⸗ förmigen Leben des Puſztenbewohners. Auf flinkem Roſſe jagt er durch die weite Steppe nach dem nächſtgelegenen Dorfe oder Haidekrug. Hier gibt's aufſpielende Zigeu⸗ ner, Mädchen und Wein. Die jungen Burſchen tanzen aufjauchzend und unermüdet auf einem Flecke in der


