Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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Beide Theile wußten den Werth dieſer Poſitionen zu ſchätzen. Die öſterreichiſchen Generale brachten ihre Geſchütze, ihre vortrefflichen Jäger und ihre beſten Reiterregimenter, die Magharen die Tapferkeit ihrer Honveds und ihre Huſaren auf den Kampfplatz.

Die Schlacht bei Tapjo⸗Bieske währte von ſechs Uhr morgens bis neun Uhr abends und endete mit der regelloſen Flucht der Kroaten. Sie liefen bis Peſth.

Die Schlacht von Iſaſzeg dauerte zwei volle Tage. Sie war eine der blutigſten im ganzen Feldzuge. Ganze Honvedcompagnien wurden von den öſterreichiſchen Ge. ſchützen niedergeſchmettert, aber neue wuchſen aus dem Boden. Die Huſaren leiſteten Unglaubliches.

Nur mit ſolchem Heldenmuthe konnte Iſaſzeg ge⸗ nommen werden. Auch Aſzod fiel, und nun wurde Gödöllö, das zumeiſt gefürchtete, von den Kaiſerlichen ohne großen Widerſtand aufgegeben.

Koſſuth, der mit vielen Reichstagsdeputirten den Bewegungen der Armee gefolgt war, ſchloß Görgei in ſeine Arme.„Jetzt erſt“, rief er begeiſtert,„iſt es klar, was unſere Armee zu leiſten vermag. Hoffentlich iſt jetzt Ungarn gerettet.“

Er verweilte einige Tage in Gödöllö, im Schloſſe des Grafen Graßalkowich, wo Windiſchgrätz zu wieder⸗ holten Malen ſein Hauptquartier aufgeſchlagen gehabt.