Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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Vor den unterſchiedlichen Zelten und Baracken des Lagers brannten die Feuer, um welche Männer, Weiber, Kinder in dem romantiſchſten Coſtüm gelagert waren, die ſich mit allerhand Handarbeiten beſchäftigten. Hier und da ward auch geſungen und einige junge Paare tanzten nach einfachen, aber ſehr fremdartig klingenden Inſtrumenten, unter welchen die Tambura eine Haupt⸗ rolle ſpielte.

Das umfangreichſte Feuer lohte vor dem Zelte des Häuptlings, des alten Wamba, welcher ſelbſt auf einer Art Lehnſeſſel ſaß, wie ein König auf dem Throne, bald gute Lehren ertheilend, Recht ſprechend und wohl auch Strafen zuerkennend. Die geringſte Uebertretung der Geſetze fand in ihm einen ſtrengen Richter.

Von dem einen Feuer her ließ ſich eine ſchöne Baritonſtimme vernehmen, die keiner Oper der civili- ſirten Welt zur Unehre gereicht haben würde. Der Text des Geſangs lautete ungefähr:

Fern von Liebe, Luſt und Leben Weil ich hier im düſtern Wald, Wo im Sturm die Eichen beben Und der Wölfe Heulen ſchallt. Sonnenſchein und Sturmeswüthen Schwärzen Bruſt mir und Geſicht, Und die borſt'ge Heerde hüten

Im Gebüſch iſt meine Pflicht. Keine Menſchenſtimme dringet