Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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würden nicht von Uebergabe ſprechen, aber uns fehlt Munition und Proviant. Mit Eurer todesmuthigen Kampfbegier können wir Euch wohl zur Schlachtbank führen, zum Siege aber gegen dieſe wohlgerüſtete Armee, gegen dieſe hundert Feuerſchlünde nimmermehr! Darum, heldenmüthiges Volk von Wien, ſei ſo groß in Deinem Falle, wie Du es in der Erhebung warſt. Für die Freiheit leben iſt größer, als tollkühn unſere Zukunft durch uns und mit uns vernichten. Wir haben die Ehre gerettet, darum nichts verloren. Volk von Wien während man uns glauben machen wollte es herrſche Anarchie in unſern Mauern, war die Ordnung durch Eure bewunderungswürdige Mäßigung von Euch ſelbſt erhalten. Arbeiter! Ihr habt bis jetzt Euch der Freiheit werth gezeigt, ſchändet im letzten Augenblicke nicht Euern Ruhm, Eure Ehre! Legt die Waffen nieder, denn wir müſſen es thun; ſtürzt Euch nicht tollkühn ins Verderben, erhaltet Euch dem Voterlande Hört die Stimme Eurer Vertreter, die, wie Ihr ſelbſt, Männer aus dem Volke ſind, denen Euer Leben, Eure Ehre heilig und theuer iſt. Legt Eure Woffen nieder und zeigt den einrückenden Waffenmännern, daß der Ordnungsſinn, daß der wahre Heldenmuth ſich dem Unabwendbaren männ⸗ lich fügt. Zeigt, daß Ihr der Freiheit werth ſeid, und ſie wird, ſie muß Euch werden! Meſſenhauſer, proviſo⸗