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zumal der von Wien verhofften Unterſtützung beraubt, zogen ſich auf ungariſches Gebiet zurück. Das Geſchick von Oeſterreichs Hauptſtadt war hiermit entſchieden.
Mit der Todesbotſchaft vom Stephansthurme er⸗ loſch der kurze Freudenſchimmer, der die Bevölkerung elektriſch durchzuckt hatte. Manch tapferes Haupt ſank traurig auf die Bruſt. Zu Hunderten fielen klirrend Schwerter und Büchſen auf das zerſtörte Pflaſter der Straßen.
Am folgenden Morgen begab ſich abermals eine Deputation zu Windiſchgrätz ins Lager. Der Fürſt ver⸗ langte die Auslieferung von noch zwölf Perſonen und ſtand erſt von dieſer Forderung ab, als die Deputation ihre vollkommene Machtloſigkeit in dieſer Beziehung erklärte.
Truppen und Batterien rückten wieder in die Vor⸗ ſtädte, aus welchen ſie bei der Ankunft der Ungarn zurückgezogen worden waren, und zu gleicher Zeit erſchien Meſſenhauſer's letzte entſcheidende Proelamation:„Mit⸗ bürger! Es iſt notoriſch feſtgeſetzt, daß unſere unga⸗ riſchen Brüder der Waffenmacht unterlegen ſind. Die heldenmüthigen Vertheidiger Wiens haben vor den Augen der Welt bisher ihre Ehre glänzend erhalten. Wäre die Möglichkeit eines ſiegreichen Widerſtandes denkbar, Mit⸗ bürger, Eure Vertreter würden mit Euch kämpfen


