werfung entſchied. Der Oberbefehlshaber machte dieſe Abſtimmung bekannt, und von da an fand eine ſehr bedeutende Verminderung der Wehrkräfte ſtatt. Viele Compagnien legten die Waffen nieder und das Studen⸗ tencomitt löſte ſich auf. Indeß beharrte doch noch ein großer Theil der Bewaffneten auf fernern Widerſtand und durchzog, laut über Verrath rufend, tumultuirend die Straßen.
Fort und fort hatte man in Wien auf den An⸗ marſch der Ungarn gehofft. Vergebens! Anfangs hatte die ungariſche Regierung deshalb Anſtand genommen, die deutſche Grenze zu überſchreiten, weil weder von ſeiten des Reichstags, noch des Wiener Gemeinderaths irgend eine officielle Aufforderung hierzu erfolgt war. Als endlich die Ungarn auch ohne letztere den Wienern zu Hülfe ziehen wollten, brachen im ungariſchen Lager unter den Offizieren ſelbſt Mißhelligkeiten über die Frage, ob deutſches Gebiet zu betreten oder nicht, aus. So verzögerte ſich die Ankunft der Ungarn, wie ſehn⸗ lichſt ſie auch von den Wienern erwartet wurde, von Tag zu Tage. Das Obſervatorium des Stephansthurms ward nicht leer von Beſuchern, deren Blicke unverwandt nach dem Blachfelde gerichtet waren, ob noch kein un⸗ gariſches Befreiungsheer ſich zeige. Vergebens!
Infolge der mit Windiſchgrätz getroffenen Ueberein⸗


