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der ſich aber dieſer Liebe keineswegs würdig zeigte. Er war von verſchloſſenem, heimtückiſchem Charakter und ſein regelloſer Lebenswandel gab nur zu oft Veranlaſ⸗ ſung zu heftigen Vorwürfen ſeitens des alten Straſſer. Franz, das war ſein Name, ward dadurch nur noch mehr erbittert. Seinem unheimlichen Scharfblick war nicht lange verborgen geblieben, zu welchem Zwecke ſich die junge Magharin im Hauſe ſeines Pflegevaters auf⸗ halte. Zugleich aber war auch in ihm eine heftige Lei⸗ denſchaft für das ſchöne Mädchen entbrannt. Seine Zuneigung, die zuweilen ſelbſt in Zudringlichkeit ausar⸗ tete, fand aber nicht nur keine Erwiderung, ſondern Etelka wies im Gegentheil den jungen Mann auf eine Art zurück, die in ſeinem Herzen den grimmigſten Haß entflammte. Er ſchwur, ſich furchtbar zu rächen. Plötzlich war Franz verſchwunden. Niemand wußte wohin. Sollte er bei einer jener kleinen Plänkeleien, die dazumal all⸗ täglich vorfielen, für die Freiheit gefallen ſein? Kaum glaublich, da dieſer Menſch für die Revolution nie ge⸗ ſchwärmt und ſie nur deshalb nicht ungern hatte, weil er infolge der beſtändigen Aufregung Gelegenheit fand, ſeinem ungeregelten Leben um ſo ungeſtörter freien Lauf zu laſſen.
Endlich hatte Fürſt Windiſchgrätz ſeine Anſtalten getroffen, um mit Ernſt gegen Wien vorzugehen. Die


