167
jeden Unterthan der öſterreichiſchen Monarchie für einen Landesverräther erklären, der dem Verräther Jellachich, dem eidbrüchigen Werkzeuge, das ſich die Camarilla zur Unterdrückung der Freiheit Ungarns und Oeſterreichs auserleſen, die geringſte Unterſtüzung gewähren würde. Der Empörer Jellachich treibt ſeine Horden mit Kar⸗ tätſchen in den Kampf gegen die Freiheit. Es iſt höchſt wahrſcheinlich, daß er, von unſern Truppen gedrängt, ſeine räuberiſchen Horden auf das Gebiet Oeſterreichs wirft und womöglich ſelbſt Wien zu bedrohen beabſichtigt. Die ungariſche Nation iſt feſt überzeugt, daß er in dieſem Falle unter dem Racheſchwerte der Freiheitsſöhne Oeſterreichs un⸗ rettbar verloren iſt. Doch erachtet es die ungariſche Nation für ihre heiligſte Pflicht der Dankbarkeit gegen Wien und Oeſterreich, in dieſem Falle Jellachich nachzujagen und in dem Werke ſeiner wohlverdienten Vernichtung das edle Volk Oeſterreichs zu unterſtützen. Darum haben die Vertreter der ungariſchen Nation den Befehl an die ungariſche Armee erlaſſen, Jellachich zu verfolgen, wohin er ſich immer wenden möge. Doch betheuert die unga⸗ riſche Nation vor Gott und der Welt, daß, wenn ihre Truppen den nach Oeſterreich fliehenden Feind zu ver⸗ folgen gezwungen würden, hiermit nicht nur keine Ge⸗ bietsverletzung Heſterreichs beabſichtigt wird, ſondern daß in dieſem Falle die ungariſche Nation auch dem Triebe


