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„Das liegt nicht in der Macht des Miniſterraths“, erwidert Herr von Pillersdorf,„doch wollen wir die Bitte des Volks Sr. Majeſtät vortragen“ Der Miniſter beſchwört hierauf die Abgeordneten bei ihrer Bürgerpflicht, die Ruhe der Stadt nur eine Stunde auf⸗ recht zu erhalten. Einſtimmig erklären nun letztere, daß ſie nach Gewährung einer Reichsverfaſſung für die Ruhe der Stadt bürgen könnten und daß das zeitherige Miß trauen und die zeitherige Unzufriedenheit in unendlichen Jubel ſich auflöſen würden. Die Miniſter begeben ſich in die Gemächer des Erzherzogs Franz Karl, während die Deputationen die Stufen hinab zu dem Volke eilen, um im gegenwärtigen verhängnißvollen Augenblicke zur Ruhe zu ermahnen. Mit tiefem Schweigen werden die Reden der Abgeordneten vernommen. Ihnen folgen Jubel und Lebehochs für Ferdinand den Gütigen.
Hof und Camarilla ſind durch die Unzuverläſſigkeit der Bürgerwehr auf das tiefſte betroffen. Der Gedanke, das Volk mit Gewalt zu Paaren zu treiben, macht der Nachgiebigkeit Platz. Der Kaiſer ſelbſt fühlt ſich wie ein Gefangener in einer belagerten Feſtung. Er ſieht die Hofburg mit Bewaffneten angefüllt. Er ertheilt dem Be⸗ gehren der Miniſter, welche dem Volke nachzugeben rathen, ſeine Genehmigung. Miniſter Pillersdorf über⸗ reicht den harrenden Deputationen die Sanction. Man


