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der Landeschef zu Prag widerſetzte ſich mehreren mini⸗ ſteriellen Anordnungen. Bisher waren Sprache und Glau⸗ ben der Czechen halb geächtet geweſen. Dieſe langjährige Ungerechtigkeit rächte ſich jetzt, nachdem dieſer ſlawiſche Volksſtamm den Deutſchen vollkommen gleichgeſtellt worden.
Wie die Südſlawen gegen die herrſchenden Magh⸗ aren ſelbſt zur blutigen und grauenvollen Revolution übergegangen, haben wir bereits aus dem erſten Kapitel erſehen.
Die Ungarn ſelbſt hatten die Beſtürzung des Hofs in den erſten Märztagen zu benutzen geſucht und ſich ſo gut wie unabhängig von Oeſterreich gemacht, indem ſie ein ſelbſtſtändiges Miniſterium des Aeußern und des Kriegs durchſetzten.
In Wien nun war der Herd, wo all die ſich kreu⸗ zenden und ſich feindlich gegenüberſtehenden Intereſſen wie in einem Brennpunkte zuſammenliefen. Hier wühlten die unterſchiedlichen Nationalitäten, die Reaction wie die ſich überſtürzende Demokratie. Doch behielt das deutſche Element, das mit den Magharen ſehr ſympathiſirte, entſchieden die Oberhand.
gum Schutze der von der Reaction bedrohten Frei⸗ heit hatte ſich ein Centralverein gebildet, der mit reißen⸗ der Schnelligkeit zu einer Macht emporwuchs. Es gab


