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rend draußen der Frühling und Sommer in aller Pracht über die Berge zieht. Dieſer Entſchluß kann mich ſogar bewegen, den Bitten des Herrn Arnheim nachzugeben und noch eine Zeitlang das Amt eines Erziehers fortzuführen. Auf dem Lande erhalt' ich ja die herrlichſte Muße, meine Studien ſo ungeſtört als immer möglich fortzuſetzen Es wäre ja auch eine wahre Sünde vonſeiten meiner Prin⸗ zipalität, welcher der liebe Gott einen ſo herrlichen Landſitz verliehen, denſelben unbenutzt zu laſſen. Wie freue ich mich auf die Landpartieen, das Bergeſtei⸗ gen, auf die heitere Stille des Landlebens!“
Als daher Ehregott am Abend nach ſeinem ſtil⸗ len Zimmer zurückkehrte, griff er mit freudigem Danke in ſeine Harmonika und ſtimmte mit ſeiner zum Her⸗ zen ſprechenden Stimme an:
Wie groß iſt des Allmächtigen Güte, Iſt der ein Menſch, den ſie nicht rührt? Der mit verhärtetem Gemüthe
Den Dank erſtickt, der Ihm gebührt? Ja, Seine Liebe zu ermeſſen,
Sei ewig meine größte Pflicht.
Der Herr hat mein noch nie vergeſſen, Vergiß, mein Herz, auch Seiner nicht.“
Und am dunkeln Fenſter im Vorgrunde des Gartens lauſchte Marie. Ihre Hände waren gefaltet


