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einmal von den Vergnügungen des Reſidenzlebens losreißt und einen Abſtecher zu Euch unternimmt, ſind wir doch vor ſeinen täglichen Beſuchen geſichert.“
„Aber auf Roſenau kommt man vor Langeweile um,“ bemerkte Joſephine.
„Und dann iſt es doch fürwahr eine merkwür⸗ dige Zumuthung,“ fügte Frau Arnheim hinzu,„daß die Familie Arnheim wegen einer Griſette, die in ihrem Lohn und Brot ſteht, gleichſam die Flucht ergreifen ſoll?“
„Es bleibt aber kein anderer Weg übrig,“ ſprach der Bankier,„wißt Ihr einen, ſo ſagt ihn. Wollen wir Marien ä tout prix entlaſſen, ſo könnte das den Grafen befeinden, was ich in Betracht unſerer beiderſeitigen geſchäftlichen Beziehungen entſchieden vermeiden muß. Ihr habt die Marie ins Haus ge⸗ bracht, nicht ich. Das bedenket.“
Mutter und Tochter wollten ſich mit einem Sommeraufenthalte auf dem Lande gar nicht befreun⸗ den. Beide waren ſo im Treiben und in den Zer⸗ ſtreuungen des Reſidenzlebens untergegangen, daß ein ſtilles idylliſches Leben auf dem Lande, obſchon Roſenau wunderſchön gelegen, durchaus keinen Reiz für ſie hatte. Da Roſenau von Rittergütern und Landſitzen der vornehmen Welt ſehr entfernt lag,


