184
Herz, nicht falſches Haar, nicht falſcher Zahn, nicht falſche Waden gefunden werden— alles muß lauter Wahrheit ſein.“
„Das trifft ja alles bei mir ein,“ eiferte Hornickel,„ich kann es vorm Amte beſchwören und vorm Stadtgericht, daß nie ein nichtsnutziger Zahn⸗ arzt in meinem Munde etwas zu ſchaffen gehabt hat. Erſt Ihrem Herrn Mohren hat es beliebt, auf wahrhaft unverantwortliche Weiſe in meinen Zähnen zu wirth⸗ ſchaften.“
„Eh bien,“ fuhr Fidelis fort,„Mufrid, ent⸗ ferne Deinen Zahnbrecher, damit wir zur Hauptſache übergehen und die Enthüllung vornehmen; noch immer kann ſich die zwei Welttheile durchirrende, Kahameda ſuchende Geſandtſchaft nicht an den trunkenen Ge⸗ danken gewöhnen, in Eurer Hoheit den Rechten ge⸗ funden zu haben. Bis jetzt liegt allein das Zeug⸗ niß dieſes Mannes vor.“ Fidelis deutete auf Stri⸗ chelius.
„Dieſer kühne Sterbliche,“ fuhr Fidelis fort,„ſtellt die Behauptung auf, daß das geſuchte Familienwappen ſich auf Eurer Schulter befinde, eine Lokalität, auf welcher es ſich allerdings vorfinden muß, ſoll es das rechte und kein nachgemachtes, vielleicht tätowirtes ſein. Es iſt in dieſer Beziehung gar mancher Betrug vorgekom⸗


