Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

176

Sommerkleide erſchienen, während jedoch Hornickel, wie bereits erwähnt, einen etwas phantaſtiſchen Mantel trug, der infolge der Beſtellung, wie ſie Strichelius beim Reſidenzſchneider gemacht, ſo eingerichtet war, daß er leicht gelüftet werden konnte. Es bedurfte eines Zuges, und der Zaubermantel that ſich aus⸗ einander, ſo daß die von jeder andern Bekleidung entblößte Schulter Hornickel's vollkommen ſichtbar wurde und die darauf ſitzende Ratte in ihrer gan⸗ zen Vollendung erſchaut werden konnte. Strichelius hatte mit Hornickel'n bereits eine Probe abgehalten und die Sache ſich charmant gemacht. Wie ein The⸗ atervorhang zog ſich der kunſtreiche Mantel auf und zu. Das Ziehen ſelber hatte bei der Hauptaktion Strichelius ſich vorbehalten.

Während der Mohr auf einem Tiſche in der Mitte des Zimmers nicht ohne abſichtliches Geräuſch chirurgiſche Inſtrumente ausbreitete, nahte ſich Fide⸗ lis ehrfurchtsvoll dem erwartungsvoll daſitzenden Hornickel, blieb in einiger Entfernung vor ihm ſtehen und hielt eine Anrede in fremder Mundart. Apol⸗ lonius, der kein Wort davon verſtand, machte mit dem Kopfe eine Achtelwendung nach Strichelins.

Was ſoll ich darauf antworten? frug er leiſe.

Hoheit haben bloß gravitätiſch das Haupt zu