Teil eines Werkes 
2. Theil (1838)
Entstehung
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und daß dieſes modern⸗antike Koſtuͤm ſchwerlich, ſelbſt auf dem Theater je nachgeahmt werden duͤrfte. Uebri⸗ gens traͤgt der Koͤnig bei kalter Witterung einen praͤch⸗ tigen, dunkelgruͤnen Sammetpelz mit Zobel aufge⸗ ſchlagen. Die Farbe ſeines Hofſtaats, der Stallmei⸗ ſter, Pagen und Bedienten iſt ebenfalls purpurroth und himmelblau. Er ſcheint das ausgezeichnet Blen⸗ dende ſeines azuren, italiſchen Himmels allen uͤbrigen Farben vorzuziehen. Dieſe auffallende Tracht dient aber auch nicht ſelten ſeinen Feinden zur Zielſcheibe. Der Kaiſer ſcheint auf Muͤrats militairiſchen Scharf⸗ blick viel Werth zu legen. Er unterhaͤlt ſich oft gar vertraulich mit ſeinem Schwager. Das freie entſchloſſe⸗ ne Betragen dieſes Fuͤrſten, die unzerſtoͤrbare Heiterkeit, welche oft zu Sorgloſigkeit wird; der Eifer und die Puͤnktlichkeit, womit er alle Aufträge erfullt, gefallen dem Kaiſer, wie er wirklich Vergnuͤgen in ſeinem Um⸗ gang zu finden ſcheint. Muͤrat iſt ſtets froher Laune und weiß immer im Laufe ernſthafter Geſchäfte etwas Aufheiterndes vorzubringen; ſcheint aber bloß in mili⸗ tairiſcher Hinſicht um den Kaiſer zu ſein. Sobald die Politik ins Spiel tritt und Napoleon mit ſeinen Diplomaten, dem Herzoge von Baſſano oder Coulain⸗ court verkehrt, zieht er ſich aus Beſcheidenheit oder

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