ſich von der Wahrheit des Geruͤchts nicht uͤberzeugen, wonach die damals hochbexuhmten Koſaken, die Avant⸗ garde der ruſſiſchen Armet, bereits im Dresdner Walde angelangt ſein ſollten.
Die Dresdner, wie die meiſten deutſchen Stadt⸗ und Landbewohner damaliger Zeit, waren mit den uͤbermuͤthigen franzoͤſiſchen Welteroberern nichts we⸗ niger als zufrieden, ſehnten ſich mit Ungeduld nach dem Zeitpunkte, wo ſie der ungebetenen Gäſte los wuͤrden und begruͤßten daher die Koſaken, obſchon dieſe als Feinde erſchienen, mit aufrichtiger Freude.
Darum war es auf der Straße, die v Dresden nach Rußland fuͤhrte, ſo menſchenbelebt. Die mit Branntwein und Broden beladenen Einwohner hat⸗ ten ſich am weiteſten vorgewagt, in der Hoffnung, den fremden Ankömmlingen durch dargereichte Er⸗ quickung die guͤnſtigen Geſinnungen der Dresdner im Voraus an den Tag zu legen.
Da entſtand ploͤtzlich eine lebhafte Aufregung unter der verſammelten Volksmenge. In der Gegend des ehemaligen Gaſthauſes„zum Hecht,“ wo die Dresdner Haide durch die Weinberge der Loͤsnitz begrenzt wird, trabte ploͤtzlich eine ſeltſame Geſtalt aus dem Kiefernholze hervor. In der Ferne konnte


