Erſtes Kapitel.
Es war an einem truͤben Maͤrznachmittage im Jahre 1813, als die Koͤnigsbrucker Straße bei Dresden, vom Bautzner Thore bis zu dem eine Viertelſtunde ent⸗ fernten Walde mit einer faſt unzaͤhlbaren Menſchen⸗ menge bedeckt war. Die beiden an der Straße gelege⸗ nen Gaſthaͤuſer, der Schoͤnbrunnen und die gruͤne Tanne, waren daher uͤberfuͤllt mit Beſuchern. Viele der letztern ließen ſich Flaſchen mit Branntwein fuͤl⸗ len, kauften auch wohl mit Butter geſtrichene Sem⸗
meln und Weißbrode, womit ſie ſich nach dem Walde
auf den Weg machten. Das einige Tauſend
Schritt entfernte graue und wenig anmuthige
Kieferngehoͤlz und Buſchwerk erregte heute die ge⸗ ſpannteſte Aufmerkſamkeit. Faſt Aller Blicke wa⸗
ren mit halb ſchuͤchterner, halb freudiger Erwar⸗.
tung dahin gerichtet. Noch immer wollte man 4*


